Glossar

Glossar

A
Anlagendeckung

Langfristiges Kapital im Verhältnis zum Anlagevermögen und somit Indikator dafür, zu welchem Prozentsatz das Anlagevermögen durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital gedeckt ist.

B
Barrel

(dt.: Fass)

Bezeichnung für ein Hohlmaß, das in der Ölindustrie verwendet wird. Es entspricht einer Menge von rund 159 Litern.

Biomasse

Alle in einem Ökosystem vorhandenen, auf Kohlenstoff basierenden Substanzen aus lebenden, toten oder zersetzten Organismen sowie deren Exkremente.

C
Capex-Ratio

Die Capex-Ratio als Indikator für die Investitionsneigung sagt aus, wie viel Prozent des Umsatzes ein Unternehmen in seine immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert.

Cash Flow

Beim Cash Flow handelt es sich um eine wirtschaftliche Messgröße, die die Finanzkraft und Fähigkeit eines Unternehmens, die Mittel für Dividendenzahlungen, Schuldentilgungen und Investitionsfinanzierungen aus eigener Kraft aufzubringen, ausdrückt.

CO2 (Kohlendioxid)

Vom Menschen verursachte Emissionen an CO2 entstehen vor allem bei der Verbrennung von Brennstoffen wie Kohle, Öl und Erdgas, aber auch von nachwachsenden Energieträgern wie Biogas, Holz oder Raps. CO2 aus nicht erneuerbaren Ressourcen ist klimaschädlich, weil es zum Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und damit zum Treibhauseffekt beiträgt. CO2 ist ein Treibhausgas.

D
Dampfkraftwerk

Kraftwerk, bei dem die Energie von Wasserdampf für die Stromerzeugung eingesetzt wird.

E
EBIT

= Earnings before Interest and Taxes

Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

EBITDA

= Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization

Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände.

Eigenkapitalquote

Verhältnis zwischen Eigen- und Gesamtkapital.

Emissionszertifikate

Ein im Rahmen der Umsetzung der Kyoto-Ziele eingeführtes Instrument, das den weltweiten Umgang mit definierten Mengen an Treibhausgasen regelt. Nach diesem System erhalten Unternehmen individuelle Vorgaben zur Begrenzung des Schadstoffausstoßes. Sollten diese Vorgaben nicht erfüllt werden, können Emissionsrechte (Zertifikate) zugekauft werden.

Energie-Control Kommission (ECG)

Auf Grundlage des Energieliberalisierungsgesetzes seit 1.3.2001 eingerichtete Stelle, die die Aufgabe hat, die Umsetzung der Liberalisierung des österreichischen Strom- und Gasmarkts zu überwachen, zu begleiten und bei Bedarf regulierend einzugreifen.

Energiecontracting

Beim Energiecontracting wird ein Vertrag über die Bereitstellung einer Energiedienstleistung, etwa von Wärme, geschlossen. Der Contractor betreibt dann beispielsweise die Heizungsanlage im Keller. Der Bezug von Energie über einen Dritten (Contractor) kann für die Kundinnen und Kunden (Contractingnehmer) verschiedene Vorteile haben, zum Beispiel dass keine Investitionen in die Energieanlage getätigt werden müssen. Oft werden ökologische und ökonomische Potenziale freigesetzt, weil die Contractoren mehr Erfahrung in der Wartung und optimalen Ausgestaltung der Anlagen haben.

Energieeffizienz

Energieeffizienz ist das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren oder Energie zu Energieeinsatz (Österreichische Energieagentur 2007). Es gibt verschiedene Arten der Energieeffizienz, die unterschiedlich gut für den Vergleich von Anlagen geeignet sind. Bei Haushaltsgeräten wird z. B. die Endenergieeffizienz (in der Regel Strom) betrachtet. Für den Vergleich der Nutzung von Wärmepumpen oder Fernwärme für die Beheizung sollte die Primärenergieeffizienz, also die eingesetzte Energie in den Kraftwerken, betrachtet werden. Die Energieeffizienz eines Landes lässt sich u. a. durch das Verhältnis von Energieverbrauch und Bruttosozialprodukt darstellen.

Erneuerbare Energiequellen

Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern und Kernbrennstoffen sind erneuerbare Energiequellen – in menschlichen Zeiträumen gemessen − nicht erschöpfbare Energieformen, die als klima- und umweltverträglich gelten, da mit ihrer Nutzung geringere Umweltbelastungen verbunden sind.

G
Gas- und Dampfturbinen-Anlage

(GuD-Anlage, GuDKW)

Ein Kraftwerkstyp, der für die Energieerzeugung die Gas- und Dampfturbinenprozesse kombiniert.

K
KWK

= Kraft-Wärme-Kopplung

Bei der gleichzeitigen Gewinnung von Strom und Wärme – Kraft-Wärme-Kopplung – können die eingesetzten Brennstoffe am effizientesten genutzt werden (Brennstoffausnutzung). Denn bei der Erzeugung von Strom in Kraftwerken auf Basis von Gas, Kohle oder Öl (und Atomkraftwerken) wird unvermeidbar auch ein großer Anteil der eingebrachten Primärenergie in Wärme umgewandelt. Diese Wärme wird in kalorischen Kraftwerken zur Erzeugung von Fernwärme genutzt.

O
Ownership Unbundling

Die im Zuge der Liberalisierung des europäischen Energiesektors vorgeschriebene gesellschaftsrechtliche Entflechtung des Netzbetriebs von den übrigen Geschäftsbereichen eines Energieversorgungsunternehmens.

P
Photovoltaik

Die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie.

Primärenergie

Energie, die mittels natürlich vorkommender Energieformen oder Energieträger zur Verfügung steht und im Gegensatz zur Sekundärenergie ohne Umwandlung eingesetzt werden kann. Neben den fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Mineralöl, Braun- und Steinkohle zählen hierzu auch erneuerbare Energieträger wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft oder Biomasse, aber auch Kernenergieträger (Uran, Thorium).

R
Repowering

Ertüchtigung alter Kraftwerke beziehungsweise Ersatz durch neue, moderne, effizientere und häufig leistungsstärkere Anlagen am selben Standort.

RoaCE

= Return on average Capital Employed

Der RoaCE ist eine in der Energiebranche häufig eingesetzte Rentabilitätskennzahl, welche die Verzinsung des durchschnittlich zur betrieblichen Leistungserstellung eingesetzten Gesamtkapitals angibt. Um internationale Vergleichbarkeit herzustellen, wurden in der Berechnung sowohl Zähler als auch Nenner um Effekte aus Pensionsrückstellungen korrigiert.

RoaFA

Return on average Fixed Assets

Der RoaFA setzt das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Relation zu den durchschnittlich eingesetzten Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen und beschreibt auf diese Weise die Vermögensrentabilität. Um internationale Vergleichbarkeit herzustellen, wurde in der Berechnung der Zähler um Effekte aus Pensionsrückstellungen korrigiert.

S
Spotmarkt

Märkte, die dem kurzfristigen Handel dienen. Lieferung, Abnahme und Bezahlung erfolgen unmittelbar nach dem Geschäftsabschluss.

W
Wirkungsgrad

Verhältnis zwischen Input und Output einer Anlage und somit Indikator für ihre Effizienz.

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