Forschung und Entwicklung

 

10. Forschung und Entwicklung

Die Geschäftsfelder von Wien Energie sind hinsichtlich eingesetzter Technologien und Verfahren von einer hohen Dynamik geprägt und müssen sich zudem im Wettbewerb behaupten. Zur Absicherung der Innovationskraft und der Fähigkeit, technologische Entwicklungen mitzugestalten und einsetzen zu können, engagiert sich Wien Energie in zahlreichen nationalen wie auch internationalen Forschungsprojekten und Kooperationen. Innerbetriebliches Verbesserungs- und Entwicklungspotenzial wird systematisch durch ein Vorschlagswesen gehoben, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einbindet und ihren diesbezüglichen Einsatz auch honoriert. Eine Forschungsabteilung im klassischen Sinne ist bei Wien Energie nicht eingerichtet, da sich aufgrund der komplexen Fragestellungen die Mitarbeit bei interdisziplinären und branchenspezifischen externen Projekten bewährt hat. Beispiele dafür sind die Nationale Technologieplattform Smart Grids Austria zur Erstellung eines Anforderungsprofils für ein intelligentes Stromnetz in Österreich oder das von der EU geförderte Projekt „GreenNet-Incentives“ zur Schaffung von Anreizen für die Einbindung erneuerbarer Energieformen in Stromnetze.

Im Rahmen ihrer Energie- und Klimaschutzpolitik verfolgt die EU das Ziel, die Energieeffizienz auch durch den Einsatz intelligenter Verteilernetze und Zähleranlagen zu steigern. In einigen Mitgliedsländern sind die Netzbetreiber bereits zur Installation von intelligenten Zähleranlagen verpflichtet. In Österreich wurden im Sommer 2009 die diesbezüglichen Verhandlungen der beteiligten Akteure mit dem Regulator aufgenommen. Die Evaluierung der technologischen und wirtschaftlichen Einführungsmöglichkeiten wurde mit einem Kommunikationsversuch begonnen, der die unterschiedlichen Kommunikationswege, deren Funktionalität sowie die Erreichbarkeit der Einrichtungen in mehreren Regionen testet. Parallel widmen sich Laborversuche zeitlichen Parametern für Schaltbefehle, Fernablesung und weiteren Fragestellungen. Wien Energie erprobt zudem konkrete Anwendungsmöglichkeiten auch im eigenen Wirkungsbereich.

Im August 2009 startete Wien Energie Fernwärme in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Wien das Forschungsprojekt „Energie- und CO2-Reduktion durch verändertes Konsum- und Nutzerverhalten im Bereich Waschen, Spülen und Trocknen“. Es wird evaluiert, inwieweit durch den Anschluss von Wasch- und Spülgeräten an die mit Fernwärme versorgten Warmwassersysteme ein CO2-Einsparpotenzial gehoben werden kann.

Wien Energie Wienstrom hat im Berichtsjahr den Ersatz des Papiernadelplanes durch ein modernes interoperables IT-System zur Unterstützung des Betriebes von Mittelspannungsnetzen vorangetrieben. Dieses System schafft die Grundlage für Rationalisierungsmaßnahmen, indem es die Kernprozesse des Netzbetriebs wie Schaltauftragsplanung, Nachführung und Fehlersuche effizient ausrichtet.

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