Risikomanagement

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11. Risikomanagement

Bei Wien Energie ist in Abstimmung mit dem Wiener Stadtwerke Konzern ein umfassendes Risikomanagementsystem implementiert, das die frühzeitige Erkennung von Chancen und Risiken ermöglicht und das Setzen geeigneter Maßnahmen zum richtigen Umgang mit den daraus resultierenden Entwicklungen sicherstellt.

Gemäß den international anerkannten Ansätzen von COSO (= Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) umfasst der implementierte Risikomanagementprozess die Erhebung, Erfassung und Bewertung der Risiken aller Konzernunternehmen. Ein weiteres zentrales Element des Prozesses besteht darin, Maßnahmen zu initiieren, die dem identifizierten Risiko wirkungsvoll entgegensteuern. Einheitliche Instrumentarien wie ein Risikoerhebungsbogen und eine Risikodatenbank gewährleisten nachvollziehbare und abgestimmte Prozesse sowie eine fundierte Entscheidungsfindung.

Die Einhaltung des revolvierenden Risikomanagementprozesses wird durch eine fix verankerte Risikomanagementorganisation sichergestellt, die laufend und direkt an die Geschäftsführung berichtet. In allen Konzernunternehmen ist ein Risikocontroller für das Funktionieren der Risikomanagementprozesse verantwortlich. Für wesentliche Fachthemen (Finanzen, IT, Beteiligungen, Personal) und die betreffenden Risiken stehen Themenrisikocontroller als Experten zur Verfügung und bilden die Schnittstelle zu den jeweiligen Fachgremien. Diese Ausrichtung gewährleistet eine optimale Verwebung des Risikomanagementsystems mit der bestehenden Organisationsstruktur und verstärkt dessen Effektivität.

Die Risikolandschaft von Wien Energie umfasst die sechs Bereiche Erzeugung, Handel, Netze, Vertrieb, Umfeld und Organisation. In diesen Kategorien steuert Wien Energie unter anderem folgende Hauptrisiken:

Anlagenrisiken

Das Anlagenrisiko umfasst potenzielle Schäden an sämtlichen Anlagen und Anlagenteilen im Erzeugungs- und Netzbereich. Diesen Betriebs- und Ausfallsrisiken begegnet Wien Energie mit exakt geregelten Wartungs- und Qualitätskontrollen sowie mit regelmäßigen Instandhaltungs- und Investitionsprogrammen. Zusätzlich werden Risiken über entsprechende Versicherungsverträge reduziert.

Preisrisiko hinsichtlich Primärenergie und Strom

Diese Kategorie umfasst die Auswirkungen von Schwankungen der Öl-, Gas- und Strompreise. Im Sinne eines professionellen Risikomanagements begegnet Wien Energie diesen Preisrisiken durch entsprechende Absicherungsgeschäfte wie etwa derivative Finanzinstrumente auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten. Dazu werden Forwards, Futures und Swaps verwendet. Die Wertentwicklung der Finanzinstrumente hängt dabei im Wesentlichen von der Entwicklung der Rohstoffmärkte ab. Nähere Informationen sind unter dem Kapitel „Finanzinstrumente“ im Anhang zum Konzernabschluss zu finden.

Ausfallsrisiko von Forderungen

Ausfallsrisiken gegenüber Endkunden werden durch eine permanente Beobachtung der Außenstände sowie ein darauf abgestimmtes Mahnwesen begegnet.

Marktrisiko

Zu den Marktrisiken zählen Preis- und Wettbewerbsrisiken im Vertriebsbereich. Wien Energie begegnet ihnen durch die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, durch eine aktive Verkaufspolitik sowie durch Partnerschaften und Kooperationen.

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