9. Umwelt

Aufgrund des Unternehmensgegenstandes konzentrieren sich die Aktivitäten von Wien Energie im Bereich des Umweltschutzes auf den sparsamen Einsatz von Ressourcen, die Verringerung treibhausrelevanter Emissionen sowie die Sicherheit der Netzinfrastrukturen. Nachstehend wird lediglich eine Auswahl relevanter Aktivitäten bzw. Maßnahmen vorgestellt.

Neben den Informations- und Beratungsleistungen, die den Kundinnen und Kunden zur Steigerung ihrer eigenen Energieeffizienz angeboten werden, setzt Wien Energie zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz – im Erzeugungsbereich ebenso wie in der Verwaltung. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Reduktion der benötigten Primärenergie zur Strom- und Wärmeerzeugung. Die Wirkungsgrade der thermischen Kraftwerke belaufen sich dank der Kraft-Wärme-Kopplung auf bis zu 86 Prozent und liegen damit im internationalen Spitzenbereich. Im Berichtsjahr konnte mit dem Repowering des Kraftwerks Simmering 1 das Volumen der jährlichen CO2-Einsparung um 0,7 Mio. t gesteigert werden. In Summe beläuft sich die Einsparung durch die Strom- und Wärmeerzeugung in Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung und in Abfallbehandlungsanlagen auf 3,3 Mio. t.

Eine konsequente Reduktion von CO2- und SOx-Emissionen wird auch durch den Einsatz von mit Erdgas betriebenen Kraftfahrzeugen erzielt, deren Emissionen bei CO2 um 20 Prozent und bei SOx um bis 90 Prozent unter jenen von Benzin- oder Dieselfahrzeugen liegen. Wien Energie unterhält mit 320 Erdgas-Fahrzeugen den größten Fuhrpark dieser Art in Österreich und wird diesen weiter ausbauen.

Eine weitere umweltrelevante strategische Stoßrichtung von Wien Energie bildet der kontinuierliche Ausbau erneuerbarer Energieträger. Derzeit können 300.000 Haushalte mit Ökoenergie versorgt werden, langfristig sollen die diesbezüglichen Erzeugungskapazitäten auf 800 MW ausgebaut werden, wozu Projekte im In- wie auch im europäischen Ausland realisiert werden.

Mit der Inbetriebnahme der Fernkältezentrale in der Spittelau wurde im Berichtsjahr ein wichtiger Meilenstein beim Ausbau dieses neuen Geschäftsfeldes, der auch in den Folgejahren forciert werden wird, gesetzt. Mit einer Kapazität von 17 MW versorgt diese Anlage mehrere Großkunden mit klimafreundlicher Raumkälte; die notwendige Primärenergie stammt wie bei der Fernwärme zu einem Großteil aus Abwärme bzw. aus der thermischen Abfallverwertung.

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