
Das Projekt dauerte in Summe rund drei Jahre und widmete sich dem Thema „Optimierung des Verrechnungsanschlusswertes“. Dieser etwas sperrige Begriff bezeichnet die Messung der grundsätzlichen Kapazität, die Wien Energie Fernwärme seinen Großkunden zur Verfügung stellt; er wirkt sich über den sogenannten Leistungspreis auf die Höhe der Abrechnung aus. Sind die Ausrichtung der technischen Anlagen des Kunden und deren Betriebsführung nicht optimal, so fällt der Anschlusswert höher aus, als es eigentlich notwendig wäre. Und hier setzen wir mit unseren Beratungsleistungen an.
Am Beginn stand eine Analyse der Ist-Situation: Dafür in- stallierten wir eine Zählerfernanlage zur Feststellung des Wärmebedarfs und führten Verbrauchsmessungen im Bereich der Warmwasser-Unterstationen vor Ort durch. Gemeinsam mit dem Kunden wurde die Betriebsführung der Anlagen hinterfragt und in einem nächsten Schritt neu ausgerichtet. In mehreren Schritten galt es dann das gesamte Optimierungspotenzial zu realisieren, die Verbrauchsanalyse und die Betriebsführung mehrfach nachzujustieren und zu verfeinern, um letztlich ein Optimum zu erreichen. Und das ist uns auch gelungen: Wir konnten den Verrechnungsanschlusswert von ursprünglich 2.310 Kilowatt auf 1.480 Kilowatt und damit um rund ein Drittel senken.
Korrekt. Aber es geht hier nicht um die Maximierung von Umsätzen, sondern darum, Energie durch Effizienzsteigerungen einzusparen und die Kosten zugunsten unserer Kunden zu senken. Ein Teil dieser Einsparungen kommt aber auch Wien Energie in Form von Beratungshonoraren zugute. Für mich ist das eine eindeutige Win-win-Situation.
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